Certificate Transparency Logs

06.04.2026

Wie bereits angekündigt werde ich in den nächsten Wochen einige Aspekte asymmetrischer Kryptographie beschreiben. Der vorliegende Artikel erläutert Certificate Tranparency Logs - auch im Hinblick auf die mögliche Nutzung in eigenen PKI.

Certificate Transparency Logs helfen dabei, die Vergabe von Zertifikaten für Webseiten transparent und verifizierbar zu gestalten: L Zertifikate werden nicht mehr sofort ausgestellt, sondern zunächst als Pre-Zertifikat mit einer Poison Extension erzeugt. Diese Pre-Zertifikate werden anschließend an die CA zurückgegeben, die das endgültige Zertifikat mit Referenz auf das oder die Logs, in denen das Pre-Zertifikat integriert wurde. Dieses Zertifikat wird dann an den Anfragenden übergeben und kann für die Absicherung eines Servers benutzt werden. Dieses System erlaubt es, zu detektieren, wenn ein Zertifikat für eine Domain ausgestellt wird, dessen Antragsteller nicht berechtigt ist, für diese Domain Zertifikate anzufordern. Natürlich hilft das nur, wenn bei der Verifikation geprüft wird, ob das Zertifikat Verweise auf Einträge in solchen Logs entält und falls das nicht der Fall ist den Verbindungsaufbau verhindert oder zumindest eine deutlich sichtbare Warnung anzeigt, die der Benutzer zunächst explizit zur Kenntnis nehmen und aktiv entscheiden muss, die Verbindung trotzdem aufzubauen. Zum Support für SCTs beziehungsweise deren Verifikation in Java existieren derzeit Issues in OpenJDK, an denen gearbeitet wird, die aber noch nicht abgeschlossen sind. Wir werden also noch ein wenig warten müssen, bis diese Unterstützung out-of-the-Box zur Verfügung steht. Inzwischen muss man - zumindest in Java-Applikationen - zur Unterstützung dessen noch auf manuelle oder Third-Party-Implementierungen zurückgreifen.

Ich habe bereits in einem früheren Artikel gezeigt, wie man SCTs mittels OpenSSL in Zertifikate einfügt. Der Prozess ist ein wenig aufwändiger, würde sich aber problemlos als Erweiterung zum Beispiel in das Projekt expect dialog CA integrieren lassen.

Die Verifikation von SCTs ist ebenfalls mittels OpenSSL möglich, wie dieser Artikel sehr schön beschreibt.

Artikel, die hierher verlinken

Asymmetrische Kryptographie

25.05.2026

Ich habe mich mit der Idee schon länger getragen: Nochmal einen Rundumschlag zu asymmetrischer Kryptographie zu machen. Dabei werde ich mich auf Demonstrationen der einzelnen Konzepte und Operationen mit Beispielcode konzentrieren und zu jedem der vorgestellten Konzepte mehr oder weniger ausführlich bezüglich der Einsatzszenarien und Vor- und Nachteile Stellung beziehen

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Vor 5 Jahren hier im Blog

  • Zertifikatsgültigkeit überwachen mit Grafana

    04.10.2021

    Ich habe ausprobiert, die verbleibende Lebenszeit von X.509-Zertifikaten per Telegraf, Influx und Grafana zu überwachen

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    Ein Influenzer würde einen solchen Artikel beginnen mit "Ich werde immer wieder gefragt, warum..." Da ich keiner bin kann ich so etwas nicht tun – statt dessen erläutere ich einfach das Szenario: Ich pflege diverse Open Source Projekte, die sich mit PKI und kryptographischen Timestamps. Jedoch benutzt die sQLshell elektronische Signaturen nur für die Verteilung der diversen Plugins.

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    Ich habe wieder einmal ein System nichtlinearer Differentialgleichungen entdeckt, das ich noch nicht kannte und einige Experimente damit durchgeführt...

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Manche nennen es Blog, manche Web-Seite - ich schreibe hier hin und wieder über meine Erlebnisse, Rückschläge und Erleuchtungen bei meinen Hobbies.

Wer daran teilhaben und eventuell sogar davon profitieren möchte, muss damit leben, daß ich hin und wieder kleine Ausflüge in Bereiche mache, die nichts mit IT, Administration oder Softwareentwicklung zu tun haben.

Ich wünsche allen Lesern viel Spaß und hin und wieder einen kleinen AHA!-Effekt...

PS: Meine öffentlichen Codeberg-Repositories findet man hier.