Ich muss mal wieder ein wenig Dampf ablassen - und ja - es geht schon wieder um ein Thema, bei dem viele sagen werden "Alter weißer Mann erzählt, wie früher alles besser war"
Zunächst mal - es geht nicht um von mir handgemachte Musik. Das musikalischste, das man von mir beommen kann ist Nase putzen.
Aber ich habe für mich die Kultur der Clubkonzerte (wieder) entdeckt. Nun war ich aber auch in der Lage, ein wenig hinter die Kulissen zu schauen und ich war enttäuscht.
Jetzt kommt der Teil mit alter, weißer Mann: Zunächst hat mich enttäuscht, wie wenige junge Leute als Publikum dabei sind bzw. waren. Und es waren wirklich verschiedenste Musikstile: Punk, Rock, Jazz, Blues. Ich weiß, ist immer noch nicht so, dass das die gesamte Musiklandschaft abdeckt (die Blues Brothers lassen grüßen: "Wir spielen beide Sorten - Country und Western!"). Aber ich hätte mir eben doch gewünscht, dass mehr Publikumszuspruch stattfindet. Meine Sicht auf die Dinge ist eben, dass die Jugend sich irgendwo hinhockt und dann stumpf von Spotify o.ä. die Kopfhörer volldröhnen lässt. Bisschen so, wie in meinen Studentenzeiten, als ich die Studenten immer wider habe nörgeln hören, dass es in Ilmenau nicht genug Kultur gibt. Das war für mich immer ein rotes Tuch: Es gab die Clubszene - jeden Tag hatte ein anderer Club abends geöffnet. Darüber hinaus gab es weitere Angebote in Ilmenau. Es gab damals abgesehen von den Clubs noch eine rege Kneipenkultur. Wenn man mit Kultur Hochkultur meinte - Weimar ist nicht weit weg. Wenn man bisschen mehr Stadt wollte - die Landeshauptstadt ist eine halbe Stunde entfernt. Aber für all das muss man sich halt bewegen und aufraffen - wer dagegen nur dasitzt und wartet, dass er unterhalten wird, der empfindet das Angebot natürlich als ein wenig zu dürftig!
Ich hatte immer fleißig in den Hut gelegt, der während der Konzerte rumging und dachte - da kriegen die Künstler kräftig von ab. Dann wurde ich mit den Realitäten vertraut gemacht: Die Künstler kriegen einen Festbetrag (klingt erstmal gut) und einen Anteil des Hutes, wenn der über diesen Festbetrag geht.
In der Realität ist es aber leider so, dass der Betreiber / Kneipier / Wirt immer mal gerne nicht so ganz ehrlich ist, was die Inhalte des Hutes angeht. Am Wochenende war hier ein Double Feature: Thee Wooden Nickels und Sushi Massaker. Ich habe mich schon Wochen wahnsinnig darauf gefreut. Hatte aber auch ein wenig Sorge, denn das war das erste Faschingswochenende - also starke Konkurrenz anderer Events. Tatsächlich waren nur wenige Gäste da. Die Stimmung war trotzdem gut. Die Mucke war geil - bei beiden Bands. Es wurde getanzt. Alles wie es sein muss.
Hinterher erfuhr ich aber, dass der Veranstalter die gemachten Zusagen (Festbetrag für beide Bands) nicht eingehalten hat und statt dessen nicht einmal annähernd die Hälfte (!) des vereinbarten Betrags auszahlte. Und nach und nach kamen Fakten ans Licht, die mich zweifeln lassen, dass bei dem Veranstalter noch irgedso ein Event stattfinden wird: Nicht eingehaltene Vereinbarungen, kein vereinbarter Termin wurde pünktlich eingehalten. Es fand null Promotion des Events durch den Veranstalter statt: die Plakate wurden von den Bands entworfen, selber auf eigene Kosten gedruckt und mussten durch die Bands auch noch selber gehängt werden.
Dann finde ich es einigermaßen läppisch, sich bei der Bezahlung der Bands über zu wenig Gäste und damit Eintritt zu beschweren und sie mit diesem Argument dann noch um das Vereinbarte zu prellen.
Und wenn ich mir das so durch den Kopf gehen lasse finde ich es einerseits schade, dass eben auch die Leute sich solche Gelegenhaiten entgehen lassen (auch wenn sie dieses Mal vielleicht gar nicht wissen konnten, dass es eine Gelegenheit gab) - finde es auf der anderen Seite aber auch wirklich gut und wichtig und Respekt einflößend, dass die Künstler trotzdem weitermachen.
Ich persönlich freue mich auf das nächste Mal und hoffe, dass es ein Veranstalter sein wird, der weiß, wie man sich benimmt und dem es ein echtes Anliegen ist, die Künstler zu unterstützen und ihnen eine Bühne zu geben, weil er weiß oder zumindest Ideen hat, wie er davon profitieren kann!
Entgoogle das Internet!
18.04.2021
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Wer daran teilhaben und eventuell sogar davon profitieren möchte, muss damit leben, daß ich hin und wieder kleine Ausflüge in Bereiche mache, die nichts mit IT, Administration oder Softwareentwicklung zu tun haben.
Ich wünsche allen Lesern viel Spaß und hin und wieder einen kleinen AHA!-Effekt...
PS: Meine öffentlichen Codeberg-Repositories findet man hier.