Implementierung RFC 1751

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20.08.2017

Vor einiger Zeit erhielt ich während der Arbeit für einen Kunden - das genaue Wie und Woher würde hier zu weit führen - eine Idee: Letztlich musste ein Fingerprint kontrolliert werden. Dazu wurde mir aber kein Hexdump eines Schlüssels präsentiert sondern eine Folge englischer Worte.

Nach einer Google-Recherche stieß ich auf die im Titel genannte RFC, die eine Folge von Bytes in eine Folge englischer Wörter übersetzt. Ursprünglich ersonnen, um die Übertragung und Verifizierung von 128-Bit-Schlüsseln zu gewährleisten kann man das Verfahren auf eine beliebige Bitlänge des Eingangsmaterials erweitern. Sogar wenn die Länge nicht durch 64 Bit teilbar ist, kann man das Verfahren durch Einführung geeigneten Paddings noch anwenden.

Grundlage dafür ist ein Wörterbuch mit 2048 englischen Wörtern. Die Eingabedaten werden in Blöcke zu je 64 Bit aufgeteilt. Dann wird für jeden Block eine 2-Bit-Parität berechnet und an den 64-Bit-Block angehängt. Die daraus resultierenden 66 Bit werden in 6 11-Bit-Blöcke aufgeteilt. Diese werden numerisch interpretiert als Index in die Wortliste benutzt und das gefundene Wort an den Ergebnistext angehängt.

Es lassen sich neben der in der RFC enthaltenen in C angegebenen Referenzimplementierung zum Beispiel Implementierungen in Python finden. Ich konnte keine in Java auftreiben und beschloss daher zu Weiterbildungszwecken selbst eine zu erstellen. Die Ergebnisse dieser Bemühungen habe ich unten angehängt.

Der Code ist natürlich nicht production-ready und die Verwandlung des englischen Texts zurück in die ursprünglichen Bytes sei als Hausaufgabe dem Leser überlassen...

Lizenz
Rfc1751

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