Fröbelstern - Materialempfehlungen

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25.10.2014

Ein Tip für Fröbelsternbastler und im Speziellen für solche, die es noch werden möchten...

Fröbelsterne kann man relativ einfach falten - allerdings braucht man dafür sehr lange, dünne Streifen Papier als Ausgangsmaterial. Solche gibt es zu kaufen. Manchmal ist es aber so, daß man nach dem Falten des Fröbelsterns feststellt, daß die Enden, die man abschneiden muß, so lang sind, daß man beim Denken an den bezahlten Preis das Abschneiden fast nicht übers Herz bringt.

Ich habe beim diesjährigen Bastelmaterialkauf eine Variante solchen Papiers entdeckt, bei dem man nur zwei Streifen für einen Stern benötigt. Ich muss hier ausdrücklich darauf hinweisen, daß ich weder Kontakte zu der Herstellerfirma pflege, noch gar von dieser Firma in irgendeiner Weise materiell unterstützt werde. Wenn man also zwei Streifen dieser Marke benutzt und diese halbiert, kann man aus den vier resultierenden Stücken tatsächlich einen Stern anfertigen - wie die Abbildungen weiter unten zeigen. In diesem Fall muß man beim Abschneiden der 8 Enden eigentlich nie mehr als höchstens 2 cm entfernen. Das Material, von dem ich spreche, wird von der Buntpapierfabrik Ludwig Bähr hergestellt und unter dem Namen Ursus vertrieben: eine Packung enthält 144 Streifen der Breite 1,5 cm und - was das Ganze für Anfänger interessanter macht - eine ausführliche, bunte Anleitung zur Herstellung eines 2D-Fröbelsterns (3D Fröbelsterne kriejen wir später...).

Dieses Jahr habe ich mich endlich dazu durchgerungen, auszuprobieren, was mir verlässliche Quellen zum Thema "Üben von Fröbelsternen" berichtet haben. Weil sich in der DDR das Thema des "Mir hatten doch nüscht!" durch alle Lebensbereiche zog, musste man auch in der Ausbildung von Erziehern kreativ werden: Wenn es ans Basteln ging, musste das Ausgangsmaterial irgendwoher kommen. Früher gab es statt der heute üblichen Laserdrucker mit ihren mundgerechten hochweißen abgepackten A4-Blättern sogenanntes Endlospapier. Das bestand aus einer langen Papierbahn, in der in regelmäßigen Abständen Perforationen angebracht waren - trennte man das Papier dort, erhielt man nach dem Ausdrucken ebenfalls A4-Seiten. Da die Druckwerke damals noch nicht so ausgereift waren, war links und rechts des Papierbandes ein Bereich mit einer durchgängigen Lochung: diese sorgte dafür, daß das Papier zuverlässig vorgeschoben wurde, wenn eine neue Zeile beim Ausdruck angefangen werden musste - in die Löcher fassten Stifte einer Walze, die durch ihre Drehung für den beschriebenen Vorschub sorgte. Diese Lochungen waren ebenfalls durch eine Perforation nach dem Ausdruck abtrennbar.

Ich habe noch heute einen Stapel solchen Papiers bei mir als Schreib- und Konzeptpapier im Einsatz. Eine der Abbildungen unten zeigt, was herauskommt, wenn man aus den Streifen mit den Lochungen versucht, einen Fröbelstern zu basteln...

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