Sicherheitslücken und ihre Verwertung

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03.04.2016

Hier mal paar andere Gedanken zum Thema Sicherheitslücke...

Nachdem ich neulich meine erste Sicherheitslücke gefunden habe, habe ich festgestellt, dass mir das überhaupt nichts nützt. Ich kann allgemein darüber schreiben, dass ich sie im Umfeld von X509-Zertifikaten gefunden habe und wieder einmal nicht die Technik, sondern deren fehlerhafter und missverstandener Einsatz die Ursache für die Exponierung von Kundendaten war.

Aber ich kann keinen Gewinn draus schlagen: Ich habe vorschriftsmäßig die betroffenene Partei vom Vorhandensein der Lücke informiert. Nach meiner Kenntnis wird diese aber nicht reagieren und das Problem nicht beheben. Was habe ich nun davon: Verkaufen der Lücke geht nicht - da haben mich meine Eltern zu gut erzogen. Diskutieren der Lücke geht nicht - dazu bin ich zu paranoid: Könnte ja sein, dass mein Gesprächspartner gar nicht am akademischen Problem interessiert ist, sondern losgeht, die Lücke ausnutzt und die Daten verkauft. Ich könnte nicht mal meine Chancen bei einem theoretischen Bewerbungsgespräch steigern, denn auch wenn die dort sitzenden Gesprächspartner keine kriminelle Energie aufweisen - vielleicht ja einer ihrer Bekannten (hatte ich eigentlich meine Paranois schon erwähnt?)

Und ich kann schon gar nicht beweisen, dass ich die Lücke als erster gefunden habe: mit rants/selfmadetsa.txt=kryptographischen Timestamps ist das nämlich so eine Sache: Veröffentlich man die, weist man darauf hin, dass es ein interessantes Dokument gibt, aus dem der Timestamp entstanden ist. Wird dann eingebrochen und das Dokument geklaut - fühle ich mich wieder verantwortlich.

Vielleicht fällt mir ja noch ein gangbarer Weg ein...

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Ich wünsche allen Lesern viel Spaß und hin und wieder einen kleinen AHA!-Effekt...

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