Solitaire revisited

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20.05.2016

Ich überlege schon lange daran, eins meiner ersten Programme, die ich je in der Sprache Java geschrieben habe, neu und besser (oder zumindest anders) zu implementieren.

Als ich mit diesen Überlegungen begann, wollte ich eigentlich eine neue Programmiersprache lernen. Im Lichte der neuesten Entwicklungen habe ich dies immer wieder verschoben (Es sollte eine Web-Anwendung mit Javascript und so werden).

Jetzt habe ich noch einmal darüber nachgedacht und bin mit mir übereingekommen, dass ich zunächst mal damit anfange, mir Gedanken über die Architektur einer solchen Anwendung zu machen. Danach könnte ich das Spiel nochmal in Java ordentlich implementieren und daran anschließend dann auch andere Programmiersprachen ausprobieren. Vielleicht ließe sich daraus dann auch ein interessanter Programmierkurs entwickeln?

Zunächst einige Festlegungen: Wir legen das Konzept einer Karte fest - Diese hat eine Farbe und eine Wertigkeit. Weitere Eigenschaften einer Karte sind vier visuelle Charakteristika: Die Vorder- und Rückseitenbilder: jeweils vollständig und teilverdeckt.

Ein weiteres Konzept ist das einer Ablage auf dem Tisch, Diese Ablage wird bestimmt durch folgende Eigenschaften: Oberste offene Karte (Sonderfall: Ablage leer) und welche Karte auf diese oberste Karte gelegt werden darf. Weiterhin wird festgelegt, ob eine Karte von dieser Ablage wegbewegt werden darf und falls ja, ob dies nur die oberste Karte sein darf oder eine der anderen offen liegenden oder sogar eine verdeckt liegende.

Wenn wir das gute alte Klondike benutzen, dann lassen sich diese Eigenschaften wie folgt definieren:

Stapel
Hier liegen die verdeckten Karten, die eine nach der anderen umgedreht als oberste auf die Reserve gelegt werden. Nur die oberste verdeckte Karte darf selektiert werden. Keine Karte darf auf den Stapel gelegt werden.
Reserve
Das ist der Platz, auf den die umgedrehten Karten des Stapels gelegt werden. Hier dürfen nur Karten abgelegt werden, die wenn selektiert verdeckt sind. Nur die oberste umgedrehte Karte darf selektiert werden.
Ziel
Diese vier Ablagen nehmen sie sortierten Karten auf. Keine Karte darf von hier entfernt werden. Hier dürfen nur umgedrehte Karten, die die obersten auf ihrer aktuellen Ablage sind, abgelegt werden. Die nur, wenn sie entweder ein Ass sind und die Ablage leer ist oder wenn sie dieselbe Farbe der bereits dort liegenden aufweisen und in der Wertigkeit genau eins über der obersten bereits dort liegenden Karte liegen.
Auslage
Die Auslage besteht insgesamt aus sieben Stapeln, die anfangs aus einer bis acht KArten bestehen, von denen jeweils die oberste initial umgedreht ist. Von dieser Ablage können Karten selektiert werden, die bereits umgedreht sind. Dies muss nicht unbedingt die oberste sein. Hier dürfen Karten, die bereits umgedreht sind angelegt werden. Die nur, wenn sie entweder ein Ass sind und die Ablage leer ist oder wenn sie dieselbe Farbe der bereits dort liegenden aufweisen und in der Wertigkeit genau eins über der obersten bereits dort liegenden Karte liegen.

Diese eher flüchtig hingeworfene Skizze einer allgemeinen Spielmechanik für Solitäire-ähnliche Games wird nun zunächst in Java implementiert, um herauszufinden, ob man mit diesen lokalen Regeln tatsächlich ein solches Spiel fertigen kann.

Anschließend wird dann versucht, eine andere Sprache zur Umsetzung zu nutzen und weitere Solitäire-Spiele umzusetzen.

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