Man könnte auf die Idee kommen, dass Datenflussprogrammierung eine naheliegende Technologie für die Modellierung von Differentialgleichungssystemen ist. Doch trifft das wirklich zu?
Das trifft nur unter folgender Bedingung zu: Die Differentialgleichungen dürfen nur mit numerischen Methoden bearbeitet werden, die lediglich eine Auswertung der Funktion
erfordern. Mehrschrittverfahren wie die Klasse der Runke-Kutta-Verfahren oder
die Familie der Adams-Verfahren dürfen nicht zur Lösung eingesetzt werden.
Dies daher, weil gekoppelte Differentialgleichungssysteme, die über die aktuellen Zustände miteinander in Verbindung stehen erst nach einem Integrationsschritt über die neuen Zustände informiert werden, während in einem geschlossenen System diese Informationen innerhalb des Integrationsschrittes zur Verfügung stehen. Da mehrstufige Verfahren die Ableitungen mehrfach und zu unterschiedlichen Zeitpunkten auswerten, fehlen diese Informationen dann, beziehungsweise wird fälschlicherweise unter der Annahme operiert, dass die Inputs von den anderen Differentialgleichungen über den betrachteten Zeitraum des Integrationsschrittes konstant bleiben.
Bereits mit dem einfachen Beispiel des harmonischen, ungedämpften Oszillators lässt sich
zeigen, dass diese Herangehensweise der Übertragung der Informationen zwischen Differentialgleichungen außerhalb
des Integrationsschrittes zu Verfälschungen führt, die dafür sorgen, dass
Verfahren mit adaptiver Schrittweitenregelungen zu vollkommen falschen Ergebnissen führen.
Die beiden Bilder hier machen dies deutlich:
Hier der Verlauf der numerischen Lösung mit dem Verfahren nach Runge, Kutta, Fehlberg - man sieht eine
schöne Oszillation, genau wie erwartet.
Hier die Modellierung desselben Systems mittels zweier gekoppelter Differentialgleichungen erster Ordnung: Bereits
nach wenigen Schritten läuft dasselbe Verfahren wie oben völlig aus dem Ruder
Precision Time Protocol
15.10.2021
Durch meinen Neffen wurde ich neulich auf ein Video im Internet aufmerksam gemacht, aus dem ich von der Existenz des Protokolls PTP oder Precision Time Protocol erfuhr. Hier einige Gedanken dazu
WeiterlesenAI und ML Android Basteln C und C++ Chaos Datenbanken Docker dWb+ ESP Wifi Garten Geo Go GUI Hardware Java Jupyter JupyterBinder Komponenten Links Linux Markdown Markup Music Numerik OpenSource PKI-X.509-CA Präsentationen Python QBrowser Rants Raspi Revisited Security Software-Test sQLshell TeleGrafana Verschiedenes Video Virtualisierung Windows Upcoming...
Eine Präsentation, die einige der Gesichtspunkte beleuchtet, die man beachten sollte, wenn man sich für elektronische Signaturen und Zertifikate in der eigenen Anwendung entscheidet. Weiterhin werden Möglichkeiten zur Benutzung aufgezeigt, die etwas weiter vom Mainstream entfernt sind.
WeiterlesenNach der letzten losen Zusammenstellung (für mich) interessanter Links aus den Tiefen des Internet von 2026 folgt hier gleich die nächste:
WeiterlesenAls ich diese Lösung zur Darstellunbg und Analyse von beliebigen strukturierten Daten fand (das Beispiel erledigt das für ASN.1 kodierte Informationen), fasste ich den Entschluss, dass ich eine entsprechende Komponente in Java realisieren wollte.
WeiterlesenManche nennen es Blog, manche Web-Seite - ich schreibe hier hin und wieder über meine Erlebnisse, Rückschläge und Erleuchtungen bei meinen Hobbies.
Wer daran teilhaben und eventuell sogar davon profitieren möchte, muss damit leben, daß ich hin und wieder kleine Ausflüge in Bereiche mache, die nichts mit IT, Administration oder Softwareentwicklung zu tun haben.
Ich wünsche allen Lesern viel Spaß und hin und wieder einen kleinen AHA!-Effekt...
PS: Meine öffentlichen Codeberg-Repositories findet man hier.