Nachdem ich von Berufs wegen untersucht habe, ob sich Multitouch nicht irgendwie emulieren ließe, habe ich mich auch bei Linux dafür interessiert - hier meine Ergebnisse.
Auf Arbeit realisieren wir gerade ein Projekt für einen Kunden, das auf einem ruggedized Device laufen und über Touch bedient werden soll.
In der heißen Phase der Qualitätssicherung fiel besagtes Device aus und wir überlegten, ob wir eine andere Möglichkeit schaffen könnten, weiter zu testen (Wir hatten keinen Multitouch-Bildschirm zur Verfügung). Wir fanden das Werkzeug Multi-Touch Vista, mit dem es auch unter Windows 7 möglich ist, sogar einen Multitouch-Bildschirm zu emulieren. Schließt man mehrere Mäuse an, ist quasi jede dieser Mäuse ein Finger. Das funktionierte so gut, daß ich mich dafür zu interessieren begann, ob es nicht auch unter Linux vergleichbares gibt.
Ich fand auch sofort einige Artikel zu dem Thema. Stellvertretend dafür möchte ich diesen hier verlinken. Er beschreibt praktisch genau dasselbe, wie wir unter Windows in Betrieb genommen hatten. Der Unterschied hier ist, daß das Betriebssystem Windows nach der Modifikation einen Touchscreen sah und entsprechende Events an alle Programme sendete. Unter Linux entstehen durch Folgen dieses Howto lediglich mehrere unabhängige Mousepointer. Damit ist es zwar möglich, mit der einen Maus ein Fenster zu verschieben und simultan mit der anderen im Musikabspielprogramm vorzuspulen. Aber die einzelnen Mousepointer und deren Events werden noch nicht als Multitouch-Gesten verstanden. Dazu müsste man dem alten Motto folgen: "Fehlt Dir was? Programmier Dirs doch!"
Letztlich hätte ich auch das probiert - allerdings war durch diese Modifikation X so unstabil geworden, daß mein Rekord bei etwas über einer Minute Benutzung lag, bevor es abstürzte. Ich versuchte dann das ganze nochmals mit einem weitaus simpleren Fenstermanager (openbox) als dem, der Ubuntu standardmäßig beiliegt (Unity), das Ergebnis war dasselbe. Es lag also nicht an der Komplexität des Windowmanagers, sondern tatsächlich an der mangelnden Stabilität.
Alles in allem kann man sagen: Interessantes Projekt, aber noch nicht reif für den Praxiseinsatz.
Ticketsysteme sind lebende Wesen
29.03.2020
Hier zunächst wieder eine Triggerwarnung: Dieser Artikel wird meine Meinung abbilden. es kann sein, dass sie dem einen oder anderen nicht gefällt - das ist mir aber egal. Und wenn hier irgendwelche Schneeflocken mitlesen, dann sind die selber schuld.
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WeiterlesenManche nennen es Blog, manche Web-Seite - ich schreibe hier hin und wieder über meine Erlebnisse, Rückschläge und Erleuchtungen bei meinen Hobbies.
Wer daran teilhaben und eventuell sogar davon profitieren möchte, muss damit leben, daß ich hin und wieder kleine Ausflüge in Bereiche mache, die nichts mit IT, Administration oder Softwareentwicklung zu tun haben.
Ich wünsche allen Lesern viel Spaß und hin und wieder einen kleinen AHA!-Effekt...
PS: Meine öffentlichen Codeberg-Repositories findet man hier.