Neue Möglichkeiten zur Visualisierung von Modulverbindungen

Ich habe wieder einmal im Urlaub grundlegende Architekturänderung in meinem Framework, das auch die Grundlage für die sQLshell und dWb+ darstellt vorgenommen.

Dieses Mal ging es um die Implementierung eines Features, das mit der ID 383 bereits sehr abgehangen war (aktuell sind wir bei 1881): Die Verbindungen zwischen Modulen - bei dWb+ sind das die Pfade, auf denen Daten von Modul zu Modul fließen, in der sQLshell sind das im Visual Composer Fremdschlüsselbeziehungen und Joins, die Teil der generierten SQL-Abfragen werden - konnten bereits vor diesen Arbeiten unterschiedlich konfiguriert werden: Entweder wurden sie durch das System automatisch geroutet und benötigte "Knicke" wurden wo benötigt eingefügt oder aber sie wurden mittels Bezier-Splines realisert, die zunächst auch automatisch errechnet wurden. Splines gaben darüber hinaus aber die Möglichkeit, dass man die Kontrollpunkte der Splines verschieben konnte, um den Verlauf der Verbindungen an die eigenen Vorlieben anpassen zu können.

Neu hinzugekommen sind zwei weitere Möglichkeiten für die Darstellung und das Routing der Verbindungen:

  • Einfache gerade Linien: Das gute alte Rats Nest. Wird schnell unübersichtlich und existiert primär für interne Tests
  • Quadratische Splines: Anders als Bezier-Splines haben diese einen Freiheitsgrad weniger und sehen so aus, als ob die Modulverbindungen aus herunterhängenden Kabekn bestehen.
Nachdem die Implementierung dieser Modi abgeschlossen war stellte sich heraus, dass damit ein größerer Umbau des Frameworks nötig wurde: Die beiden Enden einer Modulverbindung können dekoriert werden. Das ist zum Beispiel in der sQLshell nützlich - dort wird durch entsprechende Symbole veranschaulicht, welcher Art die jeweilige Fremdschlüsselbeziehung ist. Bisher wurde dabei aber davon ausgegangen, dass eine Modulverbiundung immer genau waagerecht auf das Modul trifft - entweder von links oder von rechts. Das sorgte bei diesen neuen Typen dafür, dass die Darstellung der Dekorationen nicht mehr optimal positioniert waren - manchmal sah das Ergebnis sogar sehr falsch aus.

Das war nebenbei gesagt auch bereits ein Problem beim Modus Bezier-Splines - allerding sorgte der Algorithmus dafür, dass auch diese Verbindungen zunächst so layoutet wurden, dass sie ebenfalls horizontal in die Module eintraten, daher fiel das bisher nicht auf.

Ich schrieb also die gesamte Logik für das Layout und die Decoration der Verbindungsenden neu und nun steht an den Enden und in den Implementierungen der Dekorationen zusätzlich die Information zur Verfügung, aus welcher Richtung die Verbindungen in das Modul eintreten. Damit sehen diese Dekorationen jetzt automatisch immer richtig aus. Ich habe hier vier Beispiele angefügt, die die einzelnen Modi illustrieren - sie stammen aus der aktuellen Entwicklungsversion der sQLshell:

Screenshot Bisherig verfügbarer Modus Autolayout mit horizontalen und vertikalen geraden Abschnitten

Screenshot Bisherig verfügbarer Modus Bezier-Splines

Screenshot Neu verfügbarer Modus Gerade Linien

Screenshot Neu verfügbarer Modus Quadratische Splines

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