ganymed-ssh2 für Android

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01.01.2014

Ich hatte in einem früheren Artikel zum Thema Portierung von Java-Bibliotheken beschrieben, daß sich die Mühe manchmal durchaus lohnen kann. Beflügelt davon versuchte ich mein Glück mit ganymed-ssh2 - mit erstaunlichen Resultaten.

Diese Bibliothek begleitet mich schon seit vielen Jahren. Es existieren sicher noch andere Implementierungen dieses Protokolls, aber irgendwie kommt mir die API sehr entgegen und die Bibliothek tut auch genau das was ich von ihr will.

Inzwischen kommt noch ein weiterer Punkt hinzu, der sie für mich attraktiv macht: sie hat so oft den Besitzer/Maintainer gewechselt, daß ich es als Unterstützung für die Aufrechterhaltung meiner geistigen Fitness betrachte, an ihr dranzubleiben. Als ich sie das erste Mal verwenden wollte, war sie bei der ETH Zürich beheimatet. Als ich eine Frage an die Maintainer hatte, wurde mir mitgeteilt, daß sie von der Firma Trilead weitergeführt würde. Einige Zeit danach hatte ich wieder mal eine Frage - aber sie war inzwischen wieder an die ETH zurückgewandert. Meine Experimente zum Thema Android offenbarten mir die nächste Wanderung: die Rolle als Maintainer ist von der ETH wieder zu einer Firma gewandert. Ich bin gespannt, wie es weitergeht...

Meine Versuche, die Bibliothek in Android zu benutzen, sorgten durch ihre Ergebnisse bei mir zunächst erst einmal für ungläubiges Staunen: Die Quelltexte ließen sich mittels Android Studio klaglos übersetzen. "Das kann noch nicht alles gewesen sein!" dachte ich und implementierte doch ein kleines Testprogramm, das auf einem bestimmten Host per SSH ein Kommando ausführt und dessen Ergebnis in einem TextView unter Android darstellt. Es funktionierte auf Anhieb! Extrapunkt für die Entwickler! (siehe unten...)

ganymed-ssh2 Test Ausschnitt aus der GUI der zum Test verwendeten Android-Anwendung

Artikel, die hierher verlinken

Remote Conky & Android

21.01.2014

Wie ich bereits im Artikel zum Thema Rechnerüberwachung mit Conky anmerkte, ist die Überwachung mit Conky an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Durch die Benutzung von JSON als Ausgabeformat werden die Beschränkungen aufgeweicht.

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Manche nennen es Blog, manche Web-Seite - ich schreibe hier hin und wieder über meine Erlebnisse, Rückschläge und Erleuchtungen bei meinen Hobbies.

Wer daran teilhaben und eventuell sogar davon profitieren möchte, muss damit leben, daß ich hin und wieder kleine Ausflüge in Bereiche mache, die nichts mit IT, Administration oder Softwareentwicklung zu tun haben.

Ich wünsche allen Lesern viel Spaß und hin und wieder einen kleinen AHA!-Effekt...

PS: Meine öffentlichen Codeberg-Repositories findet man hier.