Steam unter Linux - meine Erfahrungen

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20.06.2015

Nachdem ich von einem neuen Computerspiel erfahren hatte, das sich für mich gut anhörte, began ich zu recherchieren. Dann stellte ich fest, dass Steam Voraussetzung dafür wäre. Ich wollte fast schon aufgeben, doch dann entdeckte ich etwas...

Da ich generell Steam ablehnend gegenüberstehe - schließlich ist es Web 2.0 und sammelt Daten - habe ich bis vor kurzem rundheraus jedes Spiel abgelehnt, das darüber veröffentlicht wurde.

Als Pillars of Eternity kam, habe ich wieder darüber nachgedacht - und dann kam der Bug schlechthin ans Licht - wieder war mein Entschluss eigentlich gefestigt, nie etwas damit zu tun haben zu wollen.

Doch dann las ich wieder einmal in einer der besten Anleitungen, der ich bisher begegnet bin: Stéphane Grabers Blogpost Serie zum Thema LXC. Da ich von LXC ziemlich begeistert bin, lese ich oft auf seiner Seite nach wenn ich ein neues Feature ergründen will. Dabei stieß ich auf Artikel Nummer 9 der Serie, in der beschrieben wird, wie man GUI-Anwendungen in Container sperren kann. Am Ende des Artikels wird lapidar erwähnt, dass das natürlich auch mit Steam funktioniert.

Steam in einen Container sperren, so dass es keinen Schaden anrichten kann? Nichts wie los! Zunächst testete ich das beschriebene Vorgehen buchstabengetreu. Alles funktionierte - wie nicht anders erwartet. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich das Spiel das erste Mal starten wollte: Steam teilte mir mit, dass 64-Bit-Anwendungen nicht auf 32-Bit-Betriebssystemen unterstützt werden.

Also führte ich die Installation nochmals durch, allerdings mit zwei Änderungen: ich wählte diesmal 64 Bit und die Ubuntu-Version 14.04 LTS. Das sorgte für eine Stockung im Prozess: Auf diesem System ließ sich nichts mehr installieren. Die Lösung fand ich dann hier: Nachdem ich diesen Kunstgriff angewendet hatte, funktionierte Steam und Pillars of Eternity bestens unter Linux, eingesperrt in einen LXC-Container.

Artikel, die hierher verlinken

Probleme mit unprivilegierten Containern unter 16.04 gelöst

09.12.2016

Ich habe seit geraumer Zeit wieder einmal versuchen wollen, X-Anwendungen in einem unprivilegierten Container (LXC) zum Laufen zu bringen. Ein Fehlschlag! Und dann merkte ich, dass das Internet zu voll ist - erst nach mehreren Wochen Suche fand ich den einen Artikel, der die Lösung brachte...

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Wer daran teilhaben und eventuell sogar davon profitieren möchte, muss damit leben, daß ich hin und wieder kleine Ausflüge in Bereiche mache, die nichts mit IT, Administration oder Softwareentwicklung zu tun haben.

Ich wünsche allen Lesern viel Spaß und hin und wieder einen kleinen AHA!-Effekt...

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